Wie man guten Kaffee macht

Kaffeespezialitäten bei EDEKA24.de Kaffee ist noch lange nicht Kaffee. Die meisten Menschen haben bereits Bekanntschaft mit der herrlich schmeckenden Variante gemacht, mussten sich aber leider nach dem Probieren einer dunklen Brühe auch schon schütteln. Der richtige Umgang mit Bohne oder Pulver ist das Geheimnis.

Lagerung

Kaffee kommt in einer sogenannten aromasicheren Verpackung in den Handel. Das bedeutet, der Sauerstoff wurde entzogen. Solange die Packung geschlossen bleibt, kann Röstkaffee problemlos mehrere Monate aufbewahrt, ja sogar tiefgefroren werden. Das Aroma bleibt erhalten. Wurde die Verpackung geöffnet, muss das Kaffeepulver unbedingt vor Feuchtigkeit und Sauerstoff geschützt werden. Denn das sind die beiden größten Feinde des ungetrübten Kaffeegenusses. Für die Lagerung ist deshalb ein trockener und kühler Ort wichtig. Wer Bohnen oder Schrot gern in einer hübschen Dose aufbewahren möchte, kann dies tun, sollte aber den Kaffee nicht umfüllen, sondern mitsamt der Verpackung in die Dose stellen. Denn schon beim Umfüllen kommt es zu einem leichten Aromaverlust. Vor allem sind in Kaffeepulver Fette, ätherische Öle und wachse enthalten. Sie würden sich am Rand der Dose absetzen und ranzig werden. Schließlich ist noch darauf zu achten, dass in unmittelbarer Nähe keine Lebensmittel oder Materialien mit intensivem Geruch gelagert werden. Dieser würde sich rasch auf die Bohnen und vor allem auf gemahlenen Kaffee übertragen.

Zubereitung

Der erste Schritt bei der idealen Kaffeezubereitung ist das Mahlen. Wer das Heißgetränk immer auf die gleiche Art genießen will, kann sich die Bohnen im Geschäft mahlen lassen oder gleich Pulver kaufen. Wer selbst mahlt, hat allerdings deutliche Vorteile. Der Mahlgrad hat nämlich Einfluss auf den Geschmack. Bei grobem Schrot entsteht ein dünner, kraftloser Geschmack. Umgekehrt führt eine feine Mahlung zu einem intensiven, unter Umständen zu strengem Aroma.

Ebenfalls entscheidend für den Genuss ist die Dosierung. Je weniger Mahlgut pro tasse verwendet wird, desto schwächer wird der Geschmack. Für jemanden, der Kaffe nicht gut verträgt, kann eine dünne Mischung die Chance sein, nicht ganz auf ein Tässchen ab und zu verzichten zu müssen. Als faustregel gilt: Zwischen 6 und 8 Gramm Mahlgut sollten pro Tasse genommen werden.

Der zweite und mengenmäßig ausschlaggebendste Inhaltsstoff im fertig zubereiteten Kaffee ist das Wasser. Es sollte möglichst viel Sauerstoff und Mineralien enthalten. Diese fungieren nämlich als Geschmacksträger für das Kaffeearoma. Sehr kalkhaltiges Wasser kann der Grund für ein dünnes Geschmackserlebnis sein. Es empfiehlt sich, das Wasser mit einem speziellen Filter vor Gebrauch zu entkalken. Außerdem sollte auch die Kaffemaschine regelmäßig von Kalk befreit werden, damit das Aroma geschont und das Wasser in der Maschine schnell zum Kochen gebracht wird. Chlor ist ein klarer Geschmackstöter. In Amerika muss man immer wieder erleben, dass Trinkwasser, das auf den Tisch gebracht wird, schon von weitem nach Chlor riecht. Geruch und Chlorgeschmack bleiben leider auch im Kaffee erhalten. In so einem Fall muss stilles Wasser aus der Flasche her.

Das wohl gebräuchlichste Aufgussverfahren ist die Verwendung eines Automaten. Das kann ein herkömmlicher Kaffee- oder auch ein Espressoautomat sein. In den letzten Jahren hat sich die italienische Variante einer Espressomaschine auch in Deutschland durchgesetzt. Der spezielle Topf, in dessen unterem Teil sich das Wasser befindet, wird auf eine Herdplatte gestellt. Durch die Hitze wird das Wasser durch den Filter nach oben gedrückt und läuft in den Kannenaufsatz.

Ist kein Kaffeeautomat zur Hand, funktioniert auch noch immer die gute alte Handfilterung. Hierfür setzt man einfach einen Filter mit Kaffeepulver auf die Kaffeekanne und gießt nach und nach das Wasser hinein. Eher selten wird man sich für den Kaffeeaufguss entscheiden, bei dem der Schrot in die Kanne gegeben, mit heißem Wasser aufgegossen und schließlich vorsichtig oder durch einen Filter eingeschenkt wird. Auch die Zubereitung türkischen Kaffees hat sich in Europa nicht durchgesetzt. Hierzu stellt man einen kleinen Kupfertopf auf eine Flamme und gibt kaltes Wasser, Zucker und sehr fein gemahlenes Kaffeepulver hinzu. Die Mischung wird erhitzt und dabei umgerührt, ohne dass der Löffel den Boden des Topfes berührt. Ist die Flüssigkeit heiß, wird eine Mokkatasse damit zu einem Drittel gefüllt. Die restliche Flüssigkeit wird noch einmal erhitzt. Wenn sie fast brodelt, gießt man damit die Tasse voll.

Noch ein Wort zu Aufkochen des Wassers. Wenn es mit dem Kaffeepulver in Berührung kommt, muss es bereits wieder auf rund 95 Grad abgekühlt sein. Wer also per Hand das Wasser in den Filter gießt, sollte unbedingt warten, bis es nicht mehr sprudelt.

Zum Schluss noch ein Tipp zur Standzeit des aufgebrühten Kaffees: Nicht seltenerlebt man es, vor allem in Büros und Kantinen, dass morgens Kaffee gekocht wird und am Nachmittag noch immer ein Rest in der Kanne ist. Letztendlich ist es natürlich Geschmackssache, ob diese Brühe noch getrunken wird. Für höchsten Kaffeegenuss sollte eine Standzeit von mehr als 30 Minuten allerdings vermieden werden, weil danach das Aroma zu leiden beginnt. Um den köstlichen Trunk trotzdem länger aufzubewahren, ist eine Warmhaltetemperatur von maximal 85 Grad einzuhalten.

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